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    Fertigteiltreppen stellen eine Sonderform der Betontreppen dar. Sie bieten den Vorteil, dass sie witterungsunabhängig im Werk gefertigt werden und nach der Montage sofort voll belastbar sind. In der BIM-Arbeitsweise unterscheiden Sie sich von Ortbeton-Treppen u.a. durch ihre geometrischen Ausklinkungen, die zur Auflage auf Konsolen dienen.

    Dieser Artikel dient als Ergänzung zum Artikel Treppe: Allgemein. Es ist wichtig, beide Artikel zu berücksichtigen, bevor mit dem Modellieren begonnen wird. Als weitere Informationsquelle zur Gewährleistung eines fehlerfreien Modelliervorgangs ist auch der Artikel Familienbau zu beachten.

    Suchbegriffe: Stiege, BFT, Einläufig, Einlaeufig, Zweiläufig, Zweilaeufig, Betontreppe, Massivtreppe

    Informationen zum Umgang mit Treppen in frühen Planungsphasen werden im Artikel Treppe: Allgemein beschrieben.

    Darstellung

    Grundrissdarstellung

    Grundrissdarstellung

    Schnittdarstellung

    Schnittdarstellung

    Modelldarstellung

    Modelldarstellung

    Merkmale

    Merkmal
    Parameter
    • Auftritt

    Gliederungs-Informationen

    Beschriftung

    • Die Anzahl der Steigungen sowie das Steigungsverhältnis wird mit der Beschriftung "BS_Trep_BFT_Steigungsverhältnis" angegeben.
    • Lichte Durchgangsbreite wird mittels Maßketten gekennzeichnet.

    Anleitung

    siehe Artikel Treppe: Allgemein


    Bezug der Fertigteiltreppen

    • unten: FBOK, plus Versatz unten (Dicke Belag)
    • oben: ergibt sich durch die Höhe der Treppe

    Fertigteiltreppen werden dem Bearbeitungsbereich 200_Rohbau zugeordnet.


    Bevor die Fertigteiltreppe gesetzt wird, sollte zunächst die vorhandene Entwurfstreppe ( ENT_Treppe.... ) gelöscht werden. Siehe dazu auch Treppe: Ortbeton – Entwurf

    Anschließend ist im Grundriss 103 mit der Bezugsebene FBOK über den Befehl Bauteil -> Bauteil platzieren die entsprechende Beton-Fertigteil-Treppe zu setzen.

    image001_18.png


    Fertigteiltreppen werden mit folgenden externen Familien erstellt:

    • Trep_BFT_einlaeufig
    • Trep_BFT_einlaeufig_Fuss
    • Trep_BFT_einlaeufig_Fuss_Zwischenpodest

    Familie Steuermöglichkeiten



    (Exemplarparameter)

    Trep_BFT_einlaeufig_Fuss letzter Auftritt und Fuß

    image003_16.png
    image005_15.png

    Trep_BFT_einlaeufig erster und letzter Auftritt

    image007_8.png
    image009_7.png

    Trep_BFT_einlaeufig_Fuss_Zwischenpodest Lage und Länge des Zwischenpodestes,

    Fuß, letzter Auftritt

    image011_13.png
    image013_5.png


    Bei allen drei Familien können zusätzlich zur Laufstärke auch die Ausklinkungen und Fugen (seitlich, vertikal und horizontal) beim Podest mittels Typenparametern gesteuert werden.

    Beispiel: Trep_BFT_einlaufig

    image015_6.png

    Die Abmessungen der Läufe, der Versatz, die Auftrittslänge und die Anzahl der Steigungen werden in den Typeneigenschaften unter Abmessungen eingetragen:

    image016_5.png
    image017_3.png

    Bei der Familie Trep_BFT_einlaeufig ist es möglich, am ersten und am letzten Auftritt ein Zwischenpodest anzufügen. Diese Zwischenpodeste können mit zusätzlichen seitlichen Ausklinkungen für eingehängte BFT-Läufe versehen werden.

    image019_4.png
    image021_5.png

    In diesem Fall wird die Treppe an den Stirnseiten auf eine Wandkonsole aufgelegt.

    image023_2.png


    Die Podeste werden als tragende Geschossdecke modelliert (Zwischen- und Hauptpodest).

    Zum Ausschneiden der Ausklinkung im Podest ist wie folgt vorzugehen:

    Das zu bearbeitende Podest markieren:

    image025_5.png

    Über Geometrie ausschneiden die Ausklinung erstellen:

    image027_1.png
    image029_1.png


    Hinweise:

    • Falls die Treppenläufe zusätzlich noch mit einem Belag versehen werden, müssen die Stufenkanten der BFT-Treppe im Grundriss gestrichelt dargestellt werden. Die Belagstreppe dient in diesem Fall auch als Basis für das noch zu erstellende Geländer.

    image031_1.png

    • Der obere Teil des Treppenlaufs endet in der Regel mit einem unterseitigen horizontalen Abschluss. Der Abstand zwischen Knick und Fuge kann mit ca. 10 cm angenommen werden.

    image033_0.png

    • Die Geometrie der BFT-Treppen passt man am Besten im Schnitt an. (Ausrichtung, Lage, etc…)

    Darstellung

    Grundrissdarstellung

    Grundrissdarstellung

    Modelldarstellung

    Modelldarstellung

    Darstellung 1

    Darstellung 1

    Darstellung 2

    Darstellung 2

    Darstellung 1

    Darstellung 1

    Darstellung 2

    Darstellung 2

    Darstellung 1

    Darstellung 1

    Darstellung 2

    Darstellung 2

    Merkmale

    In dieser Phase werden keine Merkmale ergänzt.

    Beschriftung

    • Anzahl der Steigungen sowie Steigungsverhältnis mittels Beschriftung BS_Trep_BFT_Steigungsverhältnis
    • Lichte Durchgangsbreite über Maßketten

    Anleitung

    Die Merkmale werden den Eigenschaften der Treppe zugewiesen, damit diese unter anderem über Beschriftungen ausgelesen werden können.

    Darstellung

    Grundrissdarstellung

    Grundrissdarstellung

    Schnittdarstellung

    Schnittdarstellung

    Modelldarstellung

    Modelldarstellung

    Darstellung 4

    Darstellung 4

    Merkmale

    Merkmal

    • Anzahl Auftritte
    • Anzahl Steigungen
    • Auftritt an der Lauflinie
    • Hohl-Treppenspindel
    • Massiv-Treppenspindel
    • Mittelholmtreppe
    • minimale Dicke des Treppenplatte
    • minimaler Auftritt an der Innenseite
    • Status
    • Zweiholmtreppe

    Parameter

    • Auftritt an der Lauflinie
    • Bruttovolumen Treppenlauf
    • Höhe Steigungen
    • Länge Treppenlauf
    • Nettovolumen Treppenlauf
    • Überstand

    Gliederungs-Informationen

    Beschriftung

    Alle erforderlichen Merkmale sollten mit den bereits verwendeten Beschriftungen ausgelesen werden. Zusätzliche Beschriftungen sind unter umständen in Detailplänen und detaillierteren Schnitten erforderlich.

    Anleitung

    Schalpläne werden in Revit mit den Ansichten 252 (Geschossdecken) erstellt

    Bewehrungserstellung erfolgt in Revit, das Nummerieren und Auslesen der Biegelisten wird mit dem Aufsatz "SOFiSTiK Reinforcement Detailing" durchgeführt.

    Alle erforderlichen Merkmale werden den Eigenschaften der Objekte zugewiesen, damit diese jederzeit zur Verfügung stehen und zum Beispiel über Beschriftungen ausgelesen werden können

    Die grundsätzliche Modellierung einer Treppe in ARCHICAD unterscheidet sich nicht in den verschiedenen Planungsphasen.

    Eine Fertigteil-Treppe ohne Belag lässt sich genau wie STB-Treppe erstellen: nur dass der Belag ausgeblendet wird, und der Baustoff der Treppe auf Ortbeton gesetzt wird. Die Konstruktion in den Parametern des Einstellungsdialoges muss auf Vorgefertigt gesetzt werden um die Treppe entsprechend konfigurieren zu können.

      

    Die für diese Phase neu hinzukommenden Merkmale und Parameter sind an den entsprechenden Stellen im Einstellungs-Dialog des Bauelementes zu ergänzen.

    Die Beschreibung des Einstellungs-Dialoges und die entsprechende Vorgehensweise finden sich in einer früheren Phasenbeschreibung in diesem Artikel.


    Die Beschriftung und Kotierung der Bauelemente sollte immer assoziativ erfolgen. Die Beschreibung zur Vorgehensweise in ARCHICAD findet sich in den entsprechenden Artikeln.


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